Liebe Theaterfreunde, hier stehen Neuigkeiten und allerlei über uns

 

Hinweise zur aktuellen Produktion finden Sie unter der Rubrik: Das neue Stück

 

Es ist soweit, unser Jubiläumsjahr ist angebrochen! Seit nunmehr

                                     10 Jahren

sind wir in unserer schönen Stadt für Sie da, daher mußte es auch etwas besonderes sein, was wir Ihnen anbieten möchten.

Am 16. Juli werden wir um 16 Uhr im Holsteinischen Haus die beiden Komödieneinakter

                              "Ein Ehrenhandel"

                                                            und

      "Herr Diedrich spart sich

                    den Abgang"

aufführen, sowie am 02.und 09. September jeweils um 19 Uhr im Markushaus  

            "Wassa Schelesnowa"

                           von Maxim Gorki

Obwohl wir  bislang jede Preiserhöhung vermieden haben, sehen wir uns nun aber genötigt, unseren Eintritt auf 

                             10 €

anzuheben, wir bitten Sie um Verständnis. Im Vorverkauf bekommen Sie die Karten in der Buchhandlung Scheel und bei SKRIBO (vorm. Wommelsdorf ) am alten Marktplatz. Zudem werden wir am 20. und 21. Mai mit einem Stand auf der Nortorfer Mittelpunktmesse vertreten sein, und an beiden Tagen auf der Bühne an der Sparkasse ein ca. halbstündiges Programm aufführen, wir freuen uns auf

                                        Sie!!!!!!!!!!!!

 

Wenn Sie uns unterstützen möchten, damit wir auch in Zukunft mit guter Garderobe und einem schönen Bühnenbild arbeiten können, werden Sie doch       

                            förderndes Mitglied

Da wir ein gemeinnütziger Verein sind, können Sie den Förderbeitrag von der Steuer absetzen.

 

 

 

 

 

Es ist Zeit für die nächste kleine Kostbarkeit, diesmal von Erich Kästner

 

 

 

Der synthetische Mensch

 

Professor Bumke hat neulich Menschen erfunden,
die kosten zwar, laut Katalog, ziemlich viel Geld,
doch ihre Herstellung dauert nur sieben Stunden,
und außerdem kommen sie fix und fertig zur Welt!
 
Man darf dergleichen Vorteile nicht unterschätzen.
Professor Bumke hat mir das alles erklärt.
Und ich merkte schon nach den ersten Worten und Sätzen:
Die Bumkeschen Menschen sind das, was sie kosten, auch wert.
 
Sie werden mit Bärten oder mit Busen geboren,
mit allen Zubehörteilen, je nach Geschlecht.
Durch Kindheit und Jugend würde nur Zeit verloren,
meinte Professor Bumke. Und da hat er ja Recht.
 
Er sagte, wer einen Sohn, der Rechtsanwalt sei,
etwa benötige, brauche ihn nur zu bestellen.
Man liefre ihn, frei ab Fabrik, in des Vaters Kanzlei,
promoviert und vertraut mit den schwersten juristischen Fällen.
 
Man brauche nun nicht mehr zwanzig Jahre zu warten,
dass das Produkt einer unausgeschlafenen Nacht
auf dem Umweg über Wiege und Kindergarten
das Abitur und die übrigen Prüfungen macht.
 
Es sei ja auch denkbar, das Kind werde dumm oder krank.
Und sei für die Welt und die Eltern nicht recht zu verwenden.
Oder es sei musikalisch! Das gäbe nur Zank,
falls seine Eltern nichts von Musik verständen.
 
Nicht wahr, wer könne denn wirklich wissen, was später
aus einem anfangs ganz reizenden Kinde wird?
Bumke sagte, er liefre auch Töchter und Väter.
Und sein Verfahren habe sich selten geirrt.
 
Nächstens vergrößre er seine Menschenfabrik.
Schon heute liefre er zweihundertneunzehn Sorten.
Misslungene Aufträge nähm er natürlich zurück.
Die müssten dann nochmals durch die verschiedenen Retorten.
 
Ich sagte: Da sei noch ein Bruch in den Fertigartikeln,
in jenen Menschen aus Bumkes Geburtsinstitute.
Sie seien konstant und würden sich niemals entwickeln.
Da gab er zur Antwort: „Das ist ja grade das Gute!“
 
Ob ich tatsächlich vom Sichentwickeln was halte?
Professor Bumke sprach’s in gestrengem Ton.
Auf seiner Stirn entstand eine tiefe Falte.
Und dann bestellte ich mir einen vierzigjährigen Sohn.